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Nahverkehr: Preiserhöhungen und S-Bahn-Ausfälle 2026 

Für das Jahr 2026 wird eine massive Preisverdopplung bei Fahrkarten sowie wochenlange Totalausfälle auf der S-Bahn-Linie S8 prognostiziert. Für Fahrgäste ist das nicht mehr tragbar.

Im Kreis Mettmann sorgt die aktuelle Berichterstattung über die Zukunft des Nahverkehrs für große Beunruhigung bei Pendlern und Fahrgästen. Neben einer drohenden massiven Tarifanpassung im VRR-Gebiet stehen im Jahr 2026 wochenlange Sperrungen der wichtigen S-Bahn-Linie S8 bevor. 

Geplante Tarifumstellung: Preise könnten sich mehr als verdoppeln

Laut vorliegenden Informationen wird im Rahmen einer Tarifänderung im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) eine erhebliche Preisanpassung erwartet. Demnach soll der Preis für eine Normalfahrkarte auf manchen Strecken, beispielsweise von Erkrath/Hochdahl nach Düsseldorf, von aktuell 3,60 € auf über 7,80 € steigen.

Die UWG-ME sieht in dieser geplanten Kostenexplosion eine schwere Belastung für die Nutzer des ÖPNV im Kreis Mettmann und befürchtet, dass dadurch der Anreiz für den Umstieg auf umweltfreundliche Mobilität massiv geschwächt wird.

Wochenlange Ausfälle der S8 im Jahr 2026

Zusätzlich zu den drohenden Preissteigerungen sind für 2026 umfangreiche Streckensperrungen auf der Linie S8 angekündigt. Diese Ausfälle sind in drei Abschnitten geplant:

  • Vorarbeiten vom 26. Dezember 2025 bis 2. Januar 2026
  • Hauptarbeiten vom 6. Februar bis 10. Juli 2026
  • Nacharbeiten vom 10. Juli bis 7. August 2026 und vom 21. August 2026 bis 04. September 2026

Als Begründung nennt die Deutsche Bahn die Sanierung der Hauptstrecke Hagen-Wuppertal-Köln. Die Notwendigkeit, Streckenabschnitte im Kreisgebiet im geplanten Umfang zu sperren, ist allerdings fragwürdig. In Erkrath beispielsweise könnte erst ab Millrath gesperrt werden, erst danach ist das Stellwerk Wuppertal zuständig.

Die UWG-ME unterstützt die Forderung der BmU nach umfassender Information und der Prüfung alternativer Lösungen. Daher fordern wir für den kommenden Mobilitätsausschuss einen Verwaltungsbericht der Deutschen Bahn, um dringende Fragen zu den geplanten Infrastrukturmaßnahmen zu klären:

  1. Ein zentraler Punkt ist die Sicherstellung ausreichender Kapazitäten im Schienenersatzverkehr, damit Reisende trotz Einschränkungen verlässlich an ihr Ziel kommen.
  2. Zudem fordern wir Antworten auf die Frage, warum notwendige Bahnsteiganpassungen nicht effizient in die Sperrzeiten des Jahres 2026 integriert werden, um spätere erneute Baustellen zu vermeiden.
  3. Nicht zuletzt muss die Bahn Klarheit darüber schaffen, ob und in welchem Umfang die Lärmschutzwände im Stadtbereich während dieser Zeitfenster errichtet werden.