Der neue Entwurf für den Kreishaushalt 2027 liegt vor: Insgesamt zahlen die Kommunen im kommenden Jahr 524,9 Mio. Euro an den Kreis. Das sind 66,8 Millionen Euro mehr als 2026.

Der Entwurf für den Kreishaushalt 2027 liegt vor und stellt die zehn Städte im Kreis Mettmann vor enorme finanzielle Herausforderungen. Insgesamt steigen die Zahlungen an den Kreis um knapp 67 Millionen Euro auf ein Gesamtvolumen von 524,9 Millionen Euro. Der Hebesatz der Kreisumlage steigt dabei von 34,20 auf 37,27 Prozent, was fast alle Städte im Kreisgebiet stark belastet.
Haupttreiber dieser Entwicklung ist die spürbar steigende Landschaftsumlage an den Landschaftsverband Rheinland (LVR). Kostensteigerungen im Sozialbereich – insbesondere in der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen – belasten den LVR-Haushalt und werden direkt an die Kommunen weitergereicht. Landrätin Dr. Bettina Warnecke und Kreiskämmerer Christian Schölzel steuern auf organisatorischer Ebene gegen: Die Kreisverwaltung verzichtet auf neue Stellen und setzt stattdessen auf Bürokratieabbau sowie interne Umstrukturierungen. Dennoch zeigt die Bilanz klar, dass dringend strukturelle Reformen auf Landes- und Bundesebene notwendig sind, um die Finanzen aller zehn Kreisstädte nachhaltig zu entlasten.
Trotz der engen finanziellen Spielräume setzt der Kreis 2027 wichtige Schwerpunkte: Von den geplanten Investitionen in Höhe von 35,6 Millionen Euro fließen bedeutende Mittel in den Ausbau von Förderschulen und Berufskollegs im gesamten Kreisgebiet.
So viel zahlen die Kreisstädte 2027:
- Monheim am Rhein: 119,19 Millionen Euro (fast +40 Prozent)
- Ratingen: 111,17 Millionen Euro (rund +12 Prozent)
- Velbert: 68,91 Millionen Euro (+9,14 Prozent)
- Langenfeld: 49,12 Millionen Euro (-0,87 Prozent)
- Hilden: 46,48 Millionen Euro (+15,79 Prozent)
- Erkrath: 36,86 Millionen Euro (+10,72 Prozent)
- Mettmann: 30,37 Millionen Euro (+12,82 Prozent)
- Haan: 25,13 Millionen Euro (+3,29 Prozent)
- Heiligenhaus: 21,17 Millionen Euro (+10,26 Prozent)
- Wülfrath: 16,52 Millionen Euro (-0,48 Prozent)